Die Vorbereitung der Ferienuni Kritische Psychologie vom 11. – 15. September an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin läuft auf vollen Touren. Bis zur kompletten Veröffentlichung des Programms dauert es noch ein wenig, aber die Anmeldung ist nun geöffnet:

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Themenstrang: »Einführung«

Referent_in: Ingar Solty

Tag/Zeit: Donnerstag, 13.9.2018, 13:00–15:00 Uhr

Karl Marx turned 200 years old this year. And everyone is talking about him. Not just on the political left, but also in the bourgeois press. »Was Marx right after all?,« DIE ZEIT asked on the occasion of his birthday, and referred to him as »the prophet of crises.« Meanwhile, DER SPIEGEL rand the headline: »A spectre has returned.« And the leading bourgeois newspapers in the anglo-Saxon world went even further. The Financial Times‘ Marx anniversary article ran under the headline »Why Marx is more relevant than ever«, and the New York Times headlined: »Happy Birthday, Karl Marx! You Were Right«.

The session will introduce Marxism as the foundation of Critical Psychology. Weiterlesen »

Themenstrang: »Einführung«

Referent_in: Ingar Solty

Tag/Zeit: Donnerstag, 13.9.2018, 10:00–12:00 Uhr

Karl Marx ist dieses Jahr 200 Jahre alt geworden und ist in aller Munde. Nicht nur in der Linken (junge Welt: »Seiner Nützlichkeit wegen«), sondern auch in der bürgerlichen Presse. »Hatte Marx doch recht?«, fragte DIE ZEIT anlässlich seines Geburtstages, und bezeichnete ihn als den »Prophet der Krisen«. »Ein Gespenst kehrt zurück«, titelte DER SPIEGEL. Und im angelsächsischen Bereich ging man sogar noch weiter: »Why Marx is more relevant than ever«, überschrieb die Financial Times (3.5.2018) ihren Geburtstagsartikel, während die New York Times titelte: »Happy Birthday, Karl Marx! You Were Right« (30.4.2018).

Die Veranstaltung soll in den Marxismus als Grundlage der Kritischen Psychologie einführen. Weiterlesen »

Themenstrang: »Einführung«

Referent_innen: Santiago Vollmer, Gisela Ulmann

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2018, 15:30–17:30 Uhr

Gespräch über Holzkamps Buch »Lernen: Subjektwissenschaftliche Grundlegung«

Lernen wird in den traditionellen Lerntheorien eigentlich als Lehren konzipiert: Was muss man tun, damit ein Organismus lernt? Holzkamp stellte die Frage aber richtig: Wann habe ich einen Grund, etwas zu lernen? Grund kann sein, eine negative Sanktion zu vermeiden, also defensiv begründet zu lernen – aber auch, Verfügung zu erweitern, also expansiv begründet zu lernen. Bei der Entwicklung einer subjektwissenschaftlichen Theorie des Lernens wird auch besonders deutlich, dass Menschen nicht nur auf Reize reagieren, sondern agieren, ihre Umwelt erkennen und gestalten können. Weiterlesen »

Themenstrang: »Einführung«

Referent_in: Daniil Serko

Tag/Zeit: Mittwoch, 12.9.2018, 15:30–17:30 Uhr

100.000 Versuchspersonen Marken später…

In breiten Kreisen der akademischen Psychologie gilt die experimentelle Methode als einer der Goldstandards zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen. Abgewogen und reichlich diskutiert werden unterschiedliche Designs, die Manipulation von Variablen, der Einsatz von Stooges (also eingeweihten Mitarbeitenden) und gerne und häufig auch das Verhältnis von externer und interner Validität. Bisweilen wenig erörtert wird die Frage nach dem erkenntnistheoretischen Gehalt von Experimenten. Weiterlesen »

Themenstrang: »Forschung«

Referent_in: Hans-Peter Michels

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2018, 13:00–15:00 Uhr

Seit einigen Jahren wird intensiv darüber diskutiert, was »psychische Störungen« sind. Die Position, dass die DSM- bzw. ICD-Kategorien die Grundlage zur Erforschung der Ätiologie psychischen Leidens bilden, wird zunehmend aufgegeben. Über die Ursachen psychischer Störungen wird wieder heftig gestritten. In der biomedizinisch ausgerichteten Psychiatrie werden biologische Variablen als alleinige Ursachen veranschlagt und immense Forschungsgelder für die Suche nach Biomarkern aufgewendet. Auf der Basis der DSM- bzw. ICD-Kategorien konnten auch nach über 30 Jahren der Forschung keinerlei Biomarker gefunden werden. Nunmehr werden alternative Herangehensweisen (die ‚Research Domain Criteria-Initiative des National Institut of Mental Health in den USA – in Europa die »Stratified medicine«- Initiative) entwickelt. Ob auf diesem Wege irgendwann Biomarker für eine valide Differentialdiagnostik ermittelt werden können, wird abzuwarten sein. Weiterlesen »

Themenstrang: »Praxis«

Referent_in: Stephan B. Antczack

Tag/Zeit: Samstag, 15.9.2018, 10:00–12:00 Uhr

»Das Lehrstück lehrt dadurch, dass es gespielt, nicht dadurch, dass es gesehen wird.« (Bertolt Brecht: Schriften, S.137)

Die subjektwissenschaftliche Grundlegung des Lernens von Klaus Holzkamp (1921–1995)  befasst sich mit dem Erkenntnisprozess von Subjekten unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Verhältnisse. Zur Darlegung der Problemlage widerständiger Gegenstandsaneignung im Lernprozess wählt Klaus Holzkamp das Beispiel seiner subjektiven Aneignung der Orchester-Variationen Arnold Schönbergs. In seinen Essay »Kunst und Arbeit« positionierte sich Klaus Holzkamp eindeutig für künstlerisches Probehandeln. Wie bedeutsam ist die Kunst für subjektwissenschaftliche Erkenntnis? Bertolt Brecht (1898–1956) entwickelte »Lehrstücke«, die nicht fürs Publikum bestimmt waren. Sie sollten der ästhetischen Bewusstseinsbildung der Akteur*innen dienen. Die Dramaturgie der Lehrstücke beinhaltet Dilemmata, Weiterlesen »

Themenstrang: »English«

Referent_in: Fernando González Rey

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2018, 13:00–15:00 Uhr

The appropriation of Marxism by Soviet psychology was heterogeneous and characterized by different stages. In the Soviet context, official versions, such as Reflexology (Bechterev), Reactology (Kornilov) and finally Activity Theory (Leontiev), identified the Marxist character of psychology as being natural, behavioral and object-based. Other authors, such as Rubinstein, advanced the concept of activity as an alternative to the concept of behavior, emphasizing a dialectical principle of the unity between activity and consciousness. Holzkamp transcended the mechanical appropriation of Marxism, overcoming the social determinism and the passive character of individuals, which was mainly promoted by the Kornilov-Leontiev axis, including Vygotsky between 1927 and 1931. Paradoxically, Holzkamp integrated Leontiev’s concept of activity within his work. The reasons for this option will be discussed in depth in this presentation, as well as other differences between Holzkamp and Soviet psychology in their appropriation of Marxism.

Themenstrang: »English«

Referent_in: Fernando González Rey

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2018, 18:30–20:00 Uhr

Holzkamp’s proposal remained relatively unknown within the critical psychologies developed in Latin America, of which the stronger movements resulted from the dissidence of the Argentinian Psychoanalytic Association in the 1960s. This movement was inspired by the theoretical works and critique of Pichon Riviere and Jose Bleger. Another movement was the critical social psychology developed in the 1980s, of which the most well-known figure is Ignacio Martin Baró. This second movement integrated psychologists from different countries of Latin America, with its main sponsors being Jose Miguel Salazar and Maritza Montero of the Central University of Caracas. Nonetheless, Holzkamp’s proposal and the main positions sustained by Latin American movements have interesting points of contact. Weiterlesen »

Themenstrang: »English«

Referent_in: Fernando González Rey

Tag/Zeit: Donnerstag, 13.9.2018, 10:00–12:00 Uhr

Theoretical, epistemological, methodological and practical unfoldings

The topic of subjectivity has not been central to philosophy, nor to social sciences in general. This, to some extent, can be explained by its association with the modern philosophy of consciousness. Subjectivity has been treated by philosophy, but attached to other phenomena, without specifying its ontological nature, such as intersubjectivity, the place of the Other in the emergence of self, consciousness and so on. Within the modern philosophy of consciousness, the topic of subjectivity has never appeared at the center of philosophical discussion. The topic of subjectivity, as discussed in this presentation, represents a theoretical avenue that departed from the legacy of some of the theoretical principles advanced by Soviet psychology, which remained in shadow for decades, both in Russian and Western psychology. Weiterlesen »

Themenstrang: »Forschung«

Referent_in: Helmut Ittner

Tag/Zeit: Freitag, 14.9.2018, 15:30–17:30 Uhr

Prinzipielle und forschungspraktische Überlegungen

Die Kritische Psychologie bietet Kategorien und eine grundlegende Methodologie für eine vom Standpunkt des Subjekts ausgehende aktual-empirische Forschung. In der konkreten Forschungspraxis stellen sich allerdings viele Fragen im Hinblick auf das, was in Bedeutungs-Begründungs-Analysen erschlossen werden soll und kann und vor allem, welche konkreten Arbeitsschritte hilfreich sind.

Im Workshop wird ein Verfahren vorgestellt, das methodologische Fragen beantwortet sowie praxiserprobte Analyse-Methoden beschreibt und das geeignet ist, den Blick auf den empirisch zu erschließenden Forschungsgegenstand und damit verbundene subjektive Erkenntnisinteressen zu schärfen. Weiterlesen »

Ferienuni Kritische Psychologie 2018 using Theme Adventure by Eric Schwarz adapted by Stefan Meretz
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